Köpfe, Bälle und Shaker

Köpfe, Bälle und Shaker

Es geht ja nicht immer alles geradeaus mit so einem kleinen Spätzle. Unseres war zu Beginn seiner Verweildauer auf diesem Planeten sogar äußerst rechtslastig. Nicht im politischen Sinne, sondern rein körperlich. Man hat es kaum dazu bewegen können, mal nach links zu sehen, es hat sogar konsequent die Wand rechts vom Bett angesehen, selbst wenn Papa und Mama sich auf der linken Seite versammelt hatten.

Und wie zu erwarten war, kam damit der ganze Rattenschwanz mit leicht schiefem Köpfchen und ungleich verteilten Muskeln hinterher. Alles noch überhaupt nicht bedrohlich, aber Grund genug für sechs Termine Physiotherapie plus entsprechende Übungen jeden Tag zuhause. Macht man jetzt auch nicht unbedingt freiwillig, wenn es sonst schon genug zu tun gäbe.

Um diese Zeit war das Spätzle jedenfalls noch sehr klein (abgesehen davon, dass das Spätzle immer schon sehr groß war) und wir waren anfangs etwas verunsichert, als die Physiotherapeutin uns empfahl, ihm doch etwas zum Greifen auf die linke Seite zu legen.

Zum Greifen? Damals war der Status Quo ungefähr, dass der Kleine den Arm fast nur zum Schlafen abgewinkelt hat. Ja, und dann haben wir ihm doch den Oball-Shaker (Amazon-Partnerlink) gekauft.

Das waren Zeiten, als Dinge 20 cam vom Spätzle entfernt noch sicher waren. Foto: Sophie

Das waren Zeiten, als Dinge 20 cam vom Spätzle entfernt noch sicher waren. Foto: Sophie

Ich meine, wir waren erst sehr kurze Zeit drin in dieser Elternsache, wir wollten ja nicht gleich zu Vorzeige-Hipstern werden. Ich meine, wenn man die Kinder mit Oball-Spielzeug spielen lässt, müssen sie dann auch Café-Latte-Brei und französischen Ziegenkäsebrei bekommen? Von veganen Gemüseziegen?

Nee, im Ernst: Die Spielzeuge sind halt relativ teuer im Vergleich zu anderen, war gefühlt immer so “Trend-Spielzeug”.

Aber irgendwie hat es sich dann doch ergeben, dass wir inzwischen auch ein paar andere Sachen von der Marke haben. Und angefangen hat es damals, als das Spätzle das Greifen sehr niedlich und sehr langsam gelernt hat, denn da war der Oball-Shaker eines seiner absoluten Lieblingsspielzeuge (und er konnte damals noch nicht einmal damit rasseln!). Die Dinger sind halt wirklich super zum Greifen. Kann einem als Erwachsener egal sein, aber damit spielen muss ja ein nicht ganz so gut im Greifen seiendes Baby.

Dass das Spätzle heute keine Probleme mehr mit einem schiefen Kopf hat, haben wir natürlich unserer Ausdauer mit der Physiotherapie zu verdanken und nicht dem Spielzeug, aber ich muss gelegentlich an die Zeit damals denken, wenn er den Shaker mal wieder wie Bam-Bam um sich schwingt.

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